Weg mit Hartz 4

 

Start

Regeln

Offenes Mikro

Bilder/Plakate/usw.

Solidaritätserklärungen

Termine

Presseerklärung

Links

Kontakt

Impressum

Stuttgart21-Ende

Jeden 2. Montag im Monat Teilnahme an Montagsdemo gegen S 21 in Stuttgart

Treff 17:15 S-Bahnhof Sifi.

 

Schwabenstreich an allen Montagen, an denen wir vor dem Sterncenter sind.

 

 

Offenes Mikrofon

 

Offenes Mikrofon

 

offenes microHier veröffentlichen wir Meinungs-
und Diskussionsbeiträge, die auf
der Sindelfinger Montagsdemo
vorgetragen wurden oder die uns
mit der Bitte um Veröffentlichung
zugesandt wurden.

 

 

 

 

 

 

 

Schicken Sie uns Ihren Beitrag unter offenes mikro@montagsdemo-sifi.de

 

Vorgetragen am 16. Dezember 2013

Erzähler: Wir wollen euch jetzt ein Märchen erzählen - also hört gut zu. Es heisst:

Solarkäppchen und Großmutter Erde

Es war einmal ein energisches kleines Mädchen, das sammelte den ganzen Tag Sonne und freute sich, wenn es davon am Abend Licht und Wärme in die Stube brachte. Alle nannten es deshalb Solarkäppchen.
Eines Tages sagte die Mutter zu Solarkäppchen:

Mutter:
Deine Oma ist krank. Sie hustet, weil ihr alter Ofen alles feinstaubt und sie will, daß du kommst und die Kohlen aus dem Feuer holst. Außerdem hat das Dach ihrer Hütte ein Ozonloch wo es sauernd reinregnet.
Nimm ein paar Solarpaneele für das Dach mit, ich packe auch noch Windräder, einen Biomassekuchen, ein Geothermometer und eine gute Flasche Wasserkraft mit hohem Wirkungsgrad ein.

Erzähler:
Solarkäppchen freute sich, der Oma etwas Gutes zu bringen. Es packte noch ein paar Weihnachtskekse und Müsliriegel in den Korb, denn die bringen ja bekanntlich verbrauchte Energie sofort wieder zurück. Dann schaltete es seine Stirnlampe ein und machte sich auf den Weg durch den finsteren Wald.

Solarkäppchen:
Ein bisschen Angst habe ich schon, hier fliesst der reissende Atomstrom und ich fürchte mich davor, den gefährlichen Vattenfall herabzustürzen. Am schlimmsten soll aber das hinterlistige grüne Kretschmännle sein weil es mich kritisch nach unten begleiten will, wo ich doch oben bleiben muss.

Erzähler:
Aber mit einer Gefahr hatte das Solarkäppchen nicht gerechnet: Gerade als es sich auf eine Deutsche Bank am Wegesrand setzen wollte, verfing es sich in einem Stromnetz das jemand quer über den Weg gespannt hatte. Und da stand er vor ihr: Der Strompreis-Wolf und fletschte die Zähne: Suchend steckte er seine Schnauze in ihren Korb.

Wolf (angewidert):
Hast du nichts besseres zum Einspeisen als deine Öko-Spielzeuge und deine erneuerbaren Energieriegel? Du weißt doch, ich bin unersättlich und will immer mehr und mehr!

Solarkäppchen (zitternd):
Ich ... ich habe hier eine Packung Bodenspekulatius aus Stuttgart dabei, wi..wi.., willst du die probieren?

Erzähler:
Der Strompreiswolf ließ sich damit erstmal abspeisen. Solarkäppchen machte sich aus dem Netz frei und kam schliesslich bei Großmutter an. Dort war eine Luft wie im Treibhaus - es konnte kaum was sehen! Beinahe wäre es auf einer Keller-Asse ausgerutscht. Solarkäppchen stellte erstmal die Windräder auf und schraubte die Solarpaneele über das Ozonloch auf das Dach.
Aber welch ein Schreck, als es wieder in die Hütte trat: Da lag garnicht die Oma im Bett sondern ein riesiges Reptil - eine Exxon, angezogen mit einem Frack-ing! Die Exxon sprang aus dem Bett, spuckte alles voller Gift und begann gleich ein Loch in den Boden zu graben. Dabei grunzte es: Ich rieche ... ich rieche ... Schiefergas!
Und die Großmutter .... die kauerte voll Angst in der Ecke, gefesselt und geknebelt.

Solarkäppchen (aufgeregt):
Ich muss sofort gegen die Exxon mobil machen! Wie war doch gleich der Zauberspruch?
(Wendet sich ans Publikum:)

Ihr müsst mir helfen! Heisst der Zauberspruch:
Profit- und Umweltwirtschaft retten die Arbeiter? Nein?
oder
Arbeiter, rettet den Profit? Nein -- Moment mal:
Arbeiter- und Umweltbewegung gemeinsam - rettet die Umwelt vor der Profitwirtschaft!

Erzähler:
Solarkäppchen schrie das ganz laut in den Wald --
sofort kamen Hänsel und Gretel, die eigentlich gerade die Hexe in den alten stromfressenden Elektroherd schubsen wollten -- stattdessen brachten sie sie mit!
Dann kamen Rumpelstilzchen, die sieben Zwerge mit Schneewittchen und der bösen Königin, denn die konnte klimawandeln. Dornröschen war aufgewacht und brachte Kastanien mit, also Stuttgarter Pflastersteine, und der Knüppel aus dem Sack flog herbei und stellte sich zu Diensten. Es kamen auch Leute die Rote Fahnen trugen und Bücher dabei hatten, eines davon hiess "Morgenröte". Man sagt sich, dies habe ein Engel geschrieben!

Was für ein starker Zauberspruch!
Erst wollten die Leute, die die Märchenschlösser, Benzinkutschen und Solarpaneele bauten lieber weiterarbeiten, weil sie Angst hatten, ihren Arbeitsplatz zu verlieren. Aber jetzt ging ihnen ein Licht auf, dass die reissenden Atomströme, die Vattenfälle, die Strompreis-Wölfe und Exxon nur besiegt werden können, wenn alle zusammenhalten. Die Öko-Prinzen und Prinzessinnen rümpften erst die Nasen, als sie die Arbeiter mit roten Fahnen sahen, krempelten dann aber die Spitzenärmel hoch um gemeinsam anzupacken.

Alle zusammen gründeten sie eine Umweltgewerkschaft, töteten die Exxon, befreiten die Großmutter Erde, bezwangen den Atomstrom, vertrieben den bösen Strompreis-Wolf aus dem Wald und feierten mit Solarkäppchen und ihrer Oma ein rauschendes Fest - natürlich mit Tischlein -deck-dich!

Und weil sie nicht gestorben sind, leben sie noch heute.

 

Rumpelstielzchen 2006
(http://www.felixed.de/weltformel/texte/LTX.HTML - Autor unbekannt)

Kennst Du den Sinn des Daseins?
Weißt Du, wofür Du lebst?
Ich zeig' Dir, was Du haben kannst,
wenn Du hier danach strebst.

(...)

Du willst Glück? Ja bitte sehr!
Rein ins Casino - "Nichts geht mehr!"
Solange Du noch Knete hast,
bist Du uns dort der liebste Gast.

Du willst Zufriedenheit? Na schön!
Tausende Türn, die offenstehn,
führen in Tempel voller Plunder.
Da ist auch für Dich was drunter.

Du willst Frieden? Aber ja!
Die Bundeswehr ist dafür da.
Will irgendwo wer nicht wie Du,
schafft uns're Friedenstruppe Ruh.

Du willst Wohlstand? Sehr verständlich!
Zwar sind die Ressourcen endlich,
doch der Hunger von Millionen
gestattet Überfluß der Drohnen.

Sieh, Du brauchst nur produzieren,
Geld verdienen, konsumieren,
mußt Dich nicht mit Denken plagen,
weil wir Dir, was Du tun sollst, sagen.

Was, Du weißt nicht, wer wir sind,
deutscher Michel? Braves Kind!
Daß man uns, was Du nicht weißt,
Finanzkapitalisten heißt.
 

 Rückblick auf die zehn letzten Exemplare einer aussterbenden Art
(http://www.felixed.de/weltformel/texte/LTX.HTML - Autor unbekannt)

Zehn Kapitalisten konkurrierten hart am Markt.
Der zehnte hielt nicht lange durch und starb am Herzinfarkt.

Neun Kapitalisten schnupften reichlich Kokain.
Der neunte schied auf einer Spritztour im Ferrariwrack dahin.

Acht Kapitalisten spekulierten unbedacht.
Zuerst stürzten die Kurse, dann vom Dach sich Nummer acht.

Sieben Kapitalisten strebten nach dem größten Kick.
Der siebente kam nie mehr vom Mount Everest zurück.

Sechs Kapitalisten handelten in fremdem Land.
Einer in China auch mit Drogen , worauf dort Erschießung stand.

Fünf Kapitalisten wurden eines Tags entführt
Nach dem GSG-9-Zugriff waren sie nur noch zu viert.

Von vier Kapitalisten wollten drei noch mehr für sich.
Der vierte flehte um sein Leben, doch das half ihm nich.

Drei Kapitalisten tat die Wirtschaftskrise weh.
Die Kugel, die sich einer gab, war nicht die gold'ne von Rocher.

Zwei Kapitalisten übertrieben ihre Gier.
Revolutionen fordern manchmal Opfer - einer blieb noch hier.

Ein Kapitalist sah im Erziehungslager ein:
Im Kommunismus wird er nie mehr Parasit an Andern sein.

Kurz: Kapitalisten wissen wenig und tun viel.
Die eigene Vernichtung ist ihr objektives Ziel.

 

Vorgetragen am 24. Januar 05 von Thomas Meyfarth:

Immerzu soll der kleine Bürger - der schon wenig hat - nur sparen

so entstehen Aggressionen und man liegt sich nur noch in den Haaren.

 

Die entstand`ne Volkskrankheit Mobbing läßt Politiker kalt.

Sie haben bis ans Lebensende einen `sicheren Halt`.

 

Auf unsere Kosten machen sie Urlaub nach Maß

in Fahrzeugen und Flugzeugen mit Panzerglas.

 

Zu genau wissen sie, wozu sie so etwas nötig haben

während wir am Hungertuch nagen - sie sich schadenfroh laben.

 

Unsereiner hat kaum Geld für Medikamente

und schon in jungen Jahren Bammel um die Rente.

 

Wir wollen ihren Reichtum nicht mit unserer Gesundheit bezahlen,

während sie sich nur noch  schadenfroh in der Sonne ahlen.

 

Gegeneinander arbeiten und schuften nur für den Profit,

ist nicht unser Bedürfnis - da machen wir nicht länger mit.

©Thomas Meyfarth

 

vorgetragen am 07.02.2005, Verfasser unbekannt:

Was ist Politik?

Ein Sohn fragt seinen Vater: Papa, was ist POLITIK?

Da sagt der Vater:

Mein Sohn, das ist ganz einfach. Sieh mal, ich bringe das Geld nach Hause, also bin ich der

KAPITALISMUS.

Deine Mutter verwaltet das Geld, also ist sie die REGIERUNG.

Der Opa paßt auf, daß alles seine Ordnung hat, also ist er die GEWERKSCHAFT.

Unser Dienstmädchen ist die ARBEITERKLASSE.

Wir alle haben nur eins im Sinn, nämlich dein Wohlergehen. Folglich bist du das VOLK.

Dein kleiner Bruder, der noch in der Windel liegt, ist die ZUKUNFT.

Hast du das verstanden, mein Sohn?

Der Kleine überlegt und bittet den Vater, daß er eine Nacht darüber schlafen möchte.

In der Nacht wird der kleine Junge wach, weil sein kleines Brüderchen in die Windel gemacht hat und

furchtbar brüllt.

Da er nicht weiß, was er machen soll, geht er ins Schlafzimmer der Eltern.

Da ist aber nur seine Mutter und schläft so fest, daß er sie nicht wecken kann.

Also geht er in das Zimmer des Dienstmädchens, wo der Vater sich gerade mit demselben vergnügt,

während Opa unauffällig durch das Fenster zuschaut.

Alle sind so beschäftigt, daß sie nicht bemerken, daß der Junge vor ihrem Bett steht.

Also beschließt der Junge, unverrichteter Dinge wieder schlafen zu gehen.

Am nächsten Morgen fragt der Vater seinen Sohn, ob er nun mit eigenen Worten

erklären kann, was Politik ist.

 

Ja, antwortet der Sohn:

Der KAPITALISMUS mißbraucht die ARBEITERKLASSE

und die GEWERKSCHAFT schaut zu, während die REGIERUNG schläft.

Das VOLK wird vollkommen ignoriert und die ZUKUNFT liegt in der Scheiße.

 

Das ist POLITIK.

 

vorgetragen am 07.02.2005 von Katharina

Die Bekehrung des Robin Hood

Robin Hood hatte lange nichts mehr zu tun

Er war es leid sich auf seinen Lorbeeren auszuruh So zog er los und ging nach Berlin

und landete leider im Wald von RotGrün Sie sagten "He Robin DU bist doch DER Hood

wir brauchen jemand mit Deinem Mut Die Bürger hier sind alle dumm

meckern nur an unsren Gesetzten rum Sie tun jetzt sogar montags demonstrieren

Du hilfst uns jetzt dies zu sabotieren Sie tarnten HARTZ IV als Robin Hood

und er machte anfangs seine Sache sehr gut Er ging durch alle Städte, Dörfer und Gemeinden

und predigte dem Volk die Demos zu schneiden Er beraubte die Menschen der unteren Klassen

gab erst Ruhe wenn leer waren ihre Kassen Seine Anhänger waren schon bald die von der NPD

der RotGrüne Wald schrie HIP HIP JUHEE Doch das Volk war nicht dumm

und kehrte die Pfeile des Robin um Denn eines Tages kam er hier her und merkte recht bald

dass ihn belogen hat der RotGrüne Wald Er ist jetzt einer von uns und montags hier

und ruft euch allen zu-kämpft...weg mit HARTZ IV

(von HannJo)

 

Vorgetragen am 05.09.05 von Svenja

Außergewöhnliche Menschen

Manchmal hat man das Glück einen außergewöhnlichen Menschen zu treffen wodurch das eigene Leben

bereichert werden kann...wenn man es bemerkt und zulässt.

Mir ist das wiederfahren. Vor einem Jahr traf ich so gegen 18:30 Uhr zufällig auf die Montagsdemo, die

gerade ihre Kundgebung abhielt. Ich erkannte einen Teilnehmer - Peter Bäuerle, den ich aus meiner

Zeit bei IBM gut kenne. Ich blieb daher stehen und hörte aufmerksam den Beiträgen zu.

Alles was hier vorgetragen wurde sprach mir aus der Seele, diese Menschen wollte und musste ich näher

kennen lernen und es war für mich keine Frage dass ich mich ihnen anschloss.

Ab diesem Montag wurde ich ein "Mitdemonstrant" und mein Leben hat sich wesentlich verändert.

Bis zu diesem Montag war ich auch ein sogenannter "Stammtischmotzer" mit einer ungeheueren Wut

auf die Politiker und absolut Politik-frustriert.

Nun lernte ich die Montagsdemonstranten kennen und mir war bald klar....dies sind außergewöhnliche

Menschen, Menschen die gegen Unterdrückung und Ausbeutung kämpfen, die sich für Hartz IV Opfer

einsetzen, die keine Angst haben ihren Unmut auf der Straße kund zu tun, unerbittlich und mit

Ausdauer für mehr Menschenwürde eintreten, tolerant und solidarisch untereinander sind ....die Liste

meiner Beschreibung dieser Menschen wäre noch lange ........

Heute nach einem Jahr ist es mir wichtig EUCH folgendes zu sagen:

Ihr habt mein Leben positiv verändert, durch Euch habe ich Selbstvertrauen und den Mut gewonnen für

meine Überzeugungen einzutreten, Mut auf meine Mitmenschen zuzugehen und zur

Auseinandersetzung mit ihnen ..... kurz gesagt  IHR habt mein Leben bereichert..... Vielen Dank.....

Eure Katharina, die heute leider nicht mit Euch feiern kann.

(von Katharina)

 

 

bis die Hartz-Gesetze vom Tisch sind!

Jeden Montag in Sindelfingen um 18:00 Uhr Busbahnhof im rechten Bereich

 

BürgerInnenbewegung

Kreis Böblingen

"Für Menschenwürde -

Weg mit Hartz IV !"

 

Jahresausklang: Ausblick auf 2014, Rückblick auf 2013 mit Sketchen und Musik

heiße Würstchen, Brötchen  Glüchwein / Punsch

Montag 16.12.2013,

18 Uhr

Aufruf zur 10. Herbstdemonstration gegen die Regierung am 19.10.2013 in Berlin!

Europaweit gegen die Abwälzung der Krisenlasten auf dem Rücken der Bevölkerung! Für eine lebenswerte Zukunft! Weg mit Hartz IV - das Volk sind wir!